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TLZ (13.05.2008): Sportler weihen ihr Schmuckstück ein

Turnhalle Oststraße mit Anbau lässt keine Wünsche offen

TLZ (13.05.2008): Sportler weihen ihr Schmuckstück ein

Nutzen das Angebot der ZSG Grün-Weiß Waltershausen zum Einweihungsfest: Dustin Michel (li.) spielt gegen Florian Schottmann. Die Zehnjährigen sind beide im Schulschach aktiv. (Foto: Werner)

Von Lydia Werner

Waltershausen. (tlz) Erinnerungen verbinden nicht wenige Waltershäuser mit der Turnhalle in der Oststraße. Und die sind durchaus nicht nur sportlicher Natur so wie die von Landrat Konrad Gießmann, der bei der Einweihungsfeier für die umfassend sanierte Halle am Pfingstsamstag an die Sportstunden dachte, in denen er als Lehrling übers Parkett gescheucht wurde. Es gab nämlich auch Erinnerungen anderer Art, die kamen zum Beispiel von der Bilderwand zur Geschichte der abgerissenen Turnhalle am Schulplatz und zum Neubau bis zur Einweihung am 8. Mai 1965: "Ach Ingrid, weiß du noch, da hat der Hänser dich doch immer mit dem Moped abgeholt", fiel einer Frau ein, als sie die alten Bilder entdeckte.

Grund zur Freude über die Inbesitznahme der Halle haben in Waltershausen gleich eine ganze Reihe von Vereinen. So hatte das Rahmenprogramm zum Tag der offenen Tür einen beachtlichen Umfang angenommen. Tischtennis, Turnen und Gymnastik zu flotter Musik waren beispielsweise vom TGV Waltershausen zu erleben. Rennrodelclub, SG-GutsMuths-Turner sowie die Ringer, Boxer und Schachspieler der ZSG durften auch nicht fehlen. Und die Karnevalsturner hatten nicht nur die komplette Versorgung übernommen, sondern am Abend auch eine Tanzveranstaltung zur Einweihung der Halle auf die Beine gestellt.

Wie Landtagsabgeordneter Werner Pidde bemerkte: "Waltershausen ist eine Sportlerstadt", weil es überdurchschnittlich viele sportlich aktive Bewohner habe - vom Kindesalter bis zu den Senioren. Dementsprechend groß war auch der Andrang zur feierlichen Einweihung.

Unermüdlich hatte die Stadt seit der Inbetriebnahme der Außenanlagen im Jahr 2001 Förderanträge gestellt, um die ehemalige Einfelderhalle sanieren zu können. "2007 hat es endlich mit der Zusage geklappt", dachte Bürgermeister Michael Brychcy zurück. Baubeginn war noch im Frühjahr. 1,28 Millionen Euro flossen in das Projekt, die Stadt musste einen Eigenanteil von 770 000 Euro berappen.

Mit der sanierten Turnhalle Oststraße, die einen Anbau mit 14 mal 14 Metern Grundfläche erhalten hat, ist die Liste der Hallensanierungen in Waltershausen beinahe abgeschlossen. Bleibt als ehrgeiziges Projekt noch die GutsMuths-Halle in Schnepfenthal, die obendrein zum Jubiläum fertig sein muss. Zuletzt hatten die Eigentumsverhältnisse noch Unruhe gebracht. Doch Brychcy hofft, dass am Mittwoch der notwendige Eintrag ins Grundbuch erfolgen kann, der Voraussetzung für Fördermittel ist.

Quelle: TLZ Thüringische Landeszeitung

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